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Versetzte Landeschwelle nachts auf der Südbahn

Mit „Landeschwelle“ bezeichnen Piloten den Punkt der Landebahn, ab dem sie aufsetzen dürfen – in der Regel den Anfang der Bahn. Versetzt man die Landeschwelle ein Stück weiter in die Landebahn hinein, müssen Flugzeuge später mit dem Sinkflug beginnen und überfliegen deshalb Siedlungen in Flughafennähe in größerer Höhe. Dadurch kommt am Boden weniger Lärm an. Das Expertengremium Aktiver Schallschutz wurde gebeten zu prüfen, ob es möglich ist, zwischen 22 und 6 Uhr bei Anflügen auf die Südbahn mit einer versetzten Landeschwelle zu arbeiten. Dazu sollte, wenn nötig, ein GBAS („Ground Based Augmentation System“), also ein modernes, satellitengestütztes Navigationssystem zum Einsatz kommen.


Warum hat das ExpASS diese Maßnahme abgelehnt?

Eine Versetzung der Landeschwelle hätte erhebliche Auswirkungen auf den Betrieb am Flughafen. Vor allem würden sich dabei Anflugflächen verschieben, die aus Sicherheitsgründen frei von Hindernissen bleiben müssen. Wichtige Rollwege am Flughafen könnten dadurch nicht mehr durchgehend genutzt werden – in der Folge wäre die Kapazität am Flughafen stark eingeschränkt. Das belegen unter anderem Erkenntnisse aus der Erprobung des Landeverfahrens HALS in Frankfurt.


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