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Wie kann Fluglärm durch aktiven Schallschutz reduziert werden?

Bezogen auf Fluglärm lassen sich die Maßnahmen des aktiven Schallschutzes im Wesentlichen in drei Kategorien einteilen. Technologische Innovationen, die Erhöhung des Abstands zwischen Flugzeug und Betroffenen sowie das Umfliegen von Siedlungszentren und eine gezielte Bahnnutzung tragen am Frankfurter Flughafen dazu bei, die Lärmbelastung so gering wie möglich zu halten.

ASS-Infografik Steilerer Anflugwinkel (Quelle: UNH)
Steiler zur Landung anfliegen – eine Maßnahme des aktiven Schallschutzes. (Quelle: UNH)
  • Lärmquellen am Flugzeug selbst dämpfen
  • Steiler starten bzw. landen
  • Nicht direkt über Siedlungen fliegen
  • Einzelne Bahnen und damit bestimmte Flugrouten gezielt sperren

Kategorie 1: Technologische Lärmminderung

Maßnahmen in dieser Kategorie versuchen, gezielt Lärmquellen am Flugzeug oder auf dem Flughafen zu identifizieren und ihren Lärm entweder zu verringern oder sie durch leisere Alternativen zu ersetzen.

Technologische Innovationen können erheblich dazu beitragen, den Lärm zu reduzieren. Dabei kann es zum Beispiel um einzelne Bauteile gehen, die besonders laute Geräusche am Flugzeug erzeugen. Andere Maßnahmen befassen sich etwa mit dem Triebwerksgeräusch der rollenden Flugzeuge am Boden.

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Kategorie 2: Den Abstand zur Lärmquelle erhöhen

Maßnahmen dieser Kategorie zielen darauf ab, die Flugzeuge beim Landeanflug länger in größeren Höhen zu halten oder nach dem Start schneller steigen zu lassen. Denn, je weiter eine Schallquelle vom menschlichen Ohr entfernt ist, desto weniger Lärm kommt an. Bei Flugzeugen bedeutet das vor allem: Je höher sie fliegen, desto weniger Lärm ist am Boden zu hören. Deshalb sorgen im Umfeld von Flughäfen vor allem die vielen niedrig fliegenden Flugzeuge bei Start und Landung für Unmut in der Bevölkerung.

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Kategorie 3: Siedlungszentren umfliegen und gezielte Bahnnutzung

Ziel der Maßnahmen in dieser Kategorie ist es, Fluglärm in Regionen zu verlagern, die gar nicht oder nur gering besiedelt sind. Davon sollen vor allem die stark betroffenen Gemeinden in unmittelbarer Nähe des Flughafens profitieren. Außerdem umfasst diese Kategorie alle Maßnahmen, die den Lärm verringern, indem sie die Nutzung der Start- und Landebahnen anders organisieren. So bekommen die Anwohner zum Beispiel mehr Ruhe, wenn zeitweilig auf einzelnen Bahnen keine oder weniger Flugzeuge starten oder landen.

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